Wer sich selbständig macht, der hat ebenso wie Beamte und Personen mit einem betimmten Mindest-einkommen die Möglichkeit,
die gesetzliche Krankenversicherung zu verlassen und stattdessen in die private Krankenversicherung zu gehen.
Zwar beeindruckt das Leistungsspektrum, doch schrecken viele auch vor den hohen Kosten zurück,
die scheinbar mit einer privaten Versicherung verbunden sind.
Dabei muss das nicht der Fall sein. Mit dem richtigen Tarif kann man nicht nur die Kosten für die Versicherung beeinflussen,
sondern auch die Leistungen, die man im Krankheitsfall in Anspruch nehmen kann.
Das größte Argument, das gegen den Eintritt in die private Krankenversicherung spricht, sind die Kosten.
Allerdings handelt es sich dabei weitestgehend um einen Irrglauben.
Ein normaler Angestellter zahlt an die gesetzliche Kranken-versicherung einen festen Prozentsatz seines Einkommens.
Gerade wenn man viel Geld verdient, sind auch die Beiträge entsprechend hoch.
Da die private Krankenversicherung aber nicht nach dem Einkommen,
sondern nach dem Gesundheitszustand und den gewünschten Leistungen geht,
können die Beiträge hier sogar niedriger sein als in den gesetzlichen Krankenkassen.
Ähnlich verhält es sich auch bei Selbständigen.
Sie müssen nicht nur den Arbeitnehmeranteil an ihre Versicherung zahlen, sondern den gesamten Beitrag.
Die
Kosten
für die private Krankenversicherung liegen hier oft nur unwesentlich höher
oder sind sogar niedriger als in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Bevor man seinen Versicherungsvertrag abschließt, sollte man einen Blick auf die Leistungen werfen, die die private Krankenversicherung anbietet.
Wer auf Sonderleistungen wie die Behandlung durch den Chefarzt oder das Zweibettzimmer verzichten kann,
dessen Versicherungsbeiträge werden niedriger. Dadurch, dass man bestimmte Leistungen ausdrücklich aus- schließt oder auf ihnen besteht,
hat man als Versicherter einen unmittelbaren Einfluss auf die Kosten, die mit der Versicherung entstehen.
Viele private Krankenversicherungen bieten sogar einen Selbstbehalt an.
Die Beiträge für die Krankenversicherung sind dann besonders niedrig,
allerdings zahlt man seine Arzt- rechnungen bis zu einem bestimmten Betrag selbst.
Wer sich für das Modell interessiert, der sollte also sorgfältig kalkulieren,
bis zu welcher Höhe er sich die Rechnungen auch leisten kann.
Alles in allem mag die private Krankenversicherung für einen Angestellten mit durchschnittlichem Einkommen
vielleicht nicht lohnenswert sein. Bei den Personengruppen, die überhaupt in diese Krankenversicherung wechseln dürfen,
lohnt es sich aber, darüber nachzudenken.